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Mittags Chat - Abends Syphilis ?

Auch Syphilis ist eine ansteckende und tückische Krankheit, die sexuell übertragen werden kann. Unbehandelt kann Syphilis zu chronischem Leiden und Tod führen!

In den letzten Jahren ist auch in Deutschland ein auffallend hoher Anstieg der Infektionen zu verzeichnen, von daher ist es für Menschen mit wechselnden Sexualkontakten besonders wichtig, sich umfassend über Syphilis zu informieren.

Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit dem Erreger an Haut oder Schleimhaut.

Eine Syphiliserkrankung zeigt sich zunächst mit Hautveränderungen, die sich zu offenen Geschwüren entwickeln können. Die
Ansteckung ist an jeder Körperstelle -also auch durch Küssen und Oralverkehr- möglich ! Besonders übel ist die Tatsache, dass Symptome oft nach einigen Wochen abklingen, die Krankheit aber fortschreitet und noch nach Jahren Spätschäden verursachen kann.

Syphilis entwickelt sich in mehreren Stadien.
Im ersten Stadium zeigt sich die Krankheit durch kleinere, rote Knoten am Infektionsort (z.B. Geschlechsteil, Lippen, Zunge). Diese verhärten sich meist zu schmerzlosen Geschwüren. Weiter kann eine Lymphknotenschwellung im Infektionsbereich auftreten.

Im Stadium 2 sind die Hauterscheinungen (Geschwüre) schon deutlich sichtbarer, hinzu kommen allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen etc.

Wird Syphilis nicht behandelt, folgen
Stadium 3 und 4 - mit größeren Geschwüren auf der Haut und auf inneren Organen (z.B. Gehirn und Leber), dazu kann das zentrale Nervensystem befallen werden. Im vierten Stadium können Kreislauf- und Knochenschäden auftreten, weiter auch eine chronische Hirnentzündung, die schliesslich zur Demenz führen kann.

Der Ansteckungsgefahr kann durch Safer Sex verringert werden. Daneben ist es wichtig, nicht mit offenen Wunden (auch kleine) in Kontakt zu kommen. Auch Sexspielzeug sollte vor dem Wechsel desinfiziert werden.

Syphilis kann durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert und daraufhin auch erfolgsversprechend behandelt werden, wenn die Erkennung
frühzeitig erfolgt.

Diese Informationen ersetzen in keinem Fall medizinische Beratung! Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden immer einen Arzt oder Apotheker aufsuchen!

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