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Viren - Würmer und Spyware

Die großen Gefahren liegen heute nicht mehr im lahmlegen von Betriebssystemen. Eine Bedrohung liegt vielmehr im ausspionieren von persönlichen Daten und Zugriffen auf fremde Computer.

Die Zeiten, wo Schädlinge nur per Mail verbreitet wurden, sind längst vorbei. Auch Messenger und Chat-Clients werden massiv zur Verbreitung von schadhaften Programmen genutzt. Immer wieder werden PC-Systeme über den Austausch von Dateien infiziert. Anhand der folgenden Beispiele wird etwas deutlicher, wie schnell man sich eine Infektion einfangen kann.




Beispiel 1

Du lernst in einem Chat jemanden kennen und ihr tauscht eure Messenger-Addys aus. Kurze Zeit darauf chattet ihr über einen Messenger. Weil es gerade so lustig ist, tauscht ihr "witzige" Dateien und Clips aus. Diese Dateien sind aber genau deshalb so witzig, damit sie eine möglichst große Verbreitung finden. Die Tatsache, dass sich mit öffnen der "witzigen" Dateien auch Schadprogramme auf euren PCs einnisten, wird nicht bemerkt. Du hast jetzt einen Trojaner und einen sogenannten Keylogger auf deinem PC. Es kann nun genau aufgezeichnet werden, welche Passwörter du auf verschiedenen Webseiten verwendest.

Einige Wochen später merkst du, dass unter deinem Namen Bestellungen im Internet ausgeführt wurden und entsprechende Lastschriften dein Konto belasten. Zu allem Übel prasselt noch eine Anzeige wegen Betrug in´s Haus. Bei der Überprüfung deiner Accounts stellst du fest, dass jemand bei Online-Auktionen mitgeboten hat. Zudem wurde die Lieferanschrift geändert. Da die Übeltäter ausreichend Zeit hatten, um deine Bankverbindung und Zugangsdaten für Auktionshäuser, Online-Anbieter etc. auszuspionieren, hast du jetzt jede Menge Ärger am Hals.

Beispiel 2

Du bist dir ziemlich sicher und öffnest grundsätzlich nur Mails von Bekannten und Freunden. Irgendjemand sagte dir mal, das mit dem Virenschutz und so sei dann Schwachsinn und belastet nur unnötig das System. Man muss halt nur aufpassen, dass man die Absender kennt. Der Tipp ist nicht schlecht, aber: Wer sagt dir denn, dass auch alle deine Bekannten so gut aufpassen?

In jedem Fall schickt dir ein Freund eine Mail mit Anhang, den du auch prompt öffnest. Es ist eine scheinbar harmlose Datei und so fällt es dir auch nicht auf, dass diese Datei virenverseucht ist. Der PC von deinem Freund ist nämlich längst zur Virenschleuder mutiert.


Warum Spyware und Viren so gefährlich sind

Früher begnügte man sich damit, fremde PCs aus der Ferne zum Absturz zu bringen oder das Betriebssystem von gehackten Computern lahmzulegen. Fehlfunktionen bemerkte man auf dem eigenen PC noch relativ schnell.

Heute sieht die Welt leider anders aus. Mit Schadprogrammen wird Geld verdient - sehr viel Geld! Deshalb sind weltweit kriminelle Organisationen in einer schier unüberschaubaren Anzahl entstanden. Über 250.000 (!) schadhafte Programme (sogenannte Malware, zu denen auch Viren etc. zählen) sind weltweit im Umlauf. Man muss sich diese Zahl mal vor Augen halten!

Sorgten Viren wie "I Love You" damals noch für weltweites Chaos, werden Angriffe heute verborgener ausgeführt. Es gilt, die Kontrolle über fremde PCs zu erlangen, um dort sensible Daten auszuspionieren oder zu rauben. Terminkalender, Kontaktadressen, Mails, private Bilder, Informationen über Arbeitgeber, Freunde, Kunden oder eigene Finanzen - solche Daten sind selbst von Privatpersonen begehrt.

Wenn du mal ganz genau überlegst, was du zum Beispiel alles auf deinem PC gespeichert hast, wird die Gefahr etwas deutlicher. Ist dein PC ersteinmal geentert, lassen sich
alle deine Daten einfach aus der Ferne kopieren. Der Angreifer wird wahrscheinlich deine vollständige Anschrift auf dem PC finden, sich über dein Freizeitverhalten informieren, unter Umständen auch noch deine Zugangsdaten für Communitys, Mailaccounts und sensible (berufliche) Bereiche. Er wird vielleicht deine Terminplanung kennen, wissen wo du dich wann bewegst und an sehr private Informationen über dich, deine Familie und deinen Arbeitgeber oder Kunden gelangen. Nicht selten werden Menschen mit ihren eigenen Daten erpresst. Klingt weit entfernt, kann aber auch dir passieren.

Du wirst dich fragen, was denn für dich so gefährlich werden kann? Vielleicht hast du Daten oder persönliche Informationen von anderen Personen auf deinem PC, Bilder auf denen deine Bekannten und Freunde in privatem Umfeld zu sehen sind. Oder du arbeitest beruflich mit dem PC und hast Informationen über Arbeitgeber, Kunden, Kollegen oder Schutzbefohlene auf deiner Festplatte. Was ist, wenn dir jemand damit droht, all diese Daten zu veröffentlichen? Was ist, wenn jemand aus den Informationen von deinem PC ein Bewegungsprofil erstellen kann und genau darüber informiert ist, wann du Zuhause bist und wann nicht? Was wird sein, wenn dein PC ohne dein Wissen tausende von Spam-Mails versendet und du als Verursacher verdächtigt wirst? Gegen alle diese Bedrohungen klingt es schon fast harmlos, wenn jemand einfach "nur" deine Online-Identität raubt und unter deinem Namen im Netz unterwegs ist.

Glaube nicht, dass du den Befall von Schädlingen unbedingt anhand der Geschwindigkeit deines PCs bemerkst - das war früher mal so! Heute arbeiten bösartige Programme dezent im Hintergrund und verbrauchen kaum Systemressourcen. Oft werden solche Programme auch erst nach Wochen oder Monaten aktiv. Natürlich hat das Methode, denn Wochen oder Monate nach dem Befall wissen die meisten Menschen gar nicht mehr, wo sich sich den Schädling eingefangen haben.

So kannst du solche Szenarien vermeiden

Mit Viren ist es fast so wie beim Sex: Aufpassen ist schön und gut, aber Schutz ist einfach besser! Du solltest deinen PC niemals ohne Virenschutz benutzen. Fast jeder Virenscanner kann so konfiguriert werden, dass er Mailanhänge und Messenger automatisch überwachen kann. Zudem kannst du alle heruntergeladenen Dateien auch manuell auf Viren prüfen lassen.
Virenscanner sollten in jedem Fall aktuell gehalten werden, also die neuesten Virensignaturen haben. Solltest du die automatische Update-Funktion ausgeschaltet haben, sind regelmässig manuelle Updates erforderlich.

Daneben empfiehlt es sich, Passwörter (auch wenn sie noch so unwichtig erscheinen) mehrmals im Jahr zu wechseln. Auch wenn es keine 100%igen Schutz gibt, solltest du dich mit dem Thema Sicherheit regelmässig beschäftigen.




Weiterführende Informationen zum Thema Sicherheit im Internet findest du auf den folgenden Webseiten:


Computerbetrug.de

Das Portal Computerbetrug bietet eine Fülle an Informationen zum Thema Sicherheit. Hier wird nicht nur über Viren, Trojaner und Schädlinge, sondern auch über Abzockfallen im Internet informiert. Im gut frequentierten Forum findet man regelmässig die neuesten Infos. Unser Redaktions-Tipp!


>>> Hier geht´s zum Portal Computerbetrug -externes Angebot-



Microsoft Sicherheitsportal

Windows-Nutzern empfehlen wir einen regelmässigen Blick auf die Seite. Viele nützliche Informationen über Schwachstellen und Sicherheitsupdates, ergänzt mit Hinweisen auf akute Bedrohungen.


>>> Hier geht´s zum Microsoft Sicherheitsportal -externes Angebot-



Gefahren beim Chat und Dating


Neben Viren, Passwortmissbrauch und Datendiebstahl gibt es bei der Nutzung von Chats und beim Dating eine Reihe weiterer Gefahren. Klassisches Beispiel sind Faker, von denen einige höchst kriminelle Absichten haben. Selbst Gefahren wie Beziehungskrisen und Chatsucht sind nicht zu unterschätzen. In unserem Special zum Thema Gefahren findest du viele weitere Hinweise und Tipps, um dich in Chats und beim Dating zu schützen.


Gefahren
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Beziehungskrisen
>>> Chatsucht
>>> Chat-Mobbing
>>> Faker und Straftäter
>>> Gefahren für Kinder
>>> Gesundheitsgefahren



-Externe Angebote-





Kaspersky Lab



keylogger
Als Keylogger wird ein Programm zum ausspionieren von Daten bezeichnet. Ein solches Programm protokolliert die Tastatureingaben des gekaperten PCs und leitet diese (unbemerkt) zwecks Weitergabe von Passwörtern oder Daten für Online-Banking weiter.



pharming
Zusammenfassender Begriff für verschiedene Angriffe/Manipulationen der Host-Datei eines PCs. Durch solche Manipulationen werden die eigentlich gewünschten/ angewählten Webseiten auf gefälschte Webseiten umgeleitet, selbst wenn die Adresse (URL) korrekt eingegeben wurde.

phishing
Abgeleitet von "fishing" - gemeint ist damit das "fischen" nach vertraulichen Informationen auf fremden PCs. Häufig geschieht dies über E-Mails, mit denen Opfer auf präparierte Webseiten gelockt werden. Auf diesen präparierten bzw. gefälschten Webseiten werden die Opfer dann beispielsweise zur Eingabe der Banking-PIN oder Accountinformationen aufgefordert.

spyware
Programme, die Informationen ohne Wissen und Zustimmung des Anwenders an Dritte weiterleiten, werden als Spyware bezeichnet.

spam-mails
Als SPAM werden unerwünschte Werbemails bezeichnet. Meist werden diese massenhaft (und illegal) unter Angabe gefälschter Absenderadressen verschickt. Der Begriff kommt aus Newsgroup-Zeiten und wurde durch die weite Verbreitung von E-Mail übernommen.


trojaner
Die Abkürzung für "Trojanisches Pferd". Als solches bezeichnet man ein Programm, welches schadhafte Software (z.B. Keylogger)auf dem Anwender-PC installiert. Trojaner werden ohne Wissen des Anwenders installiert.



virus / viren
Als Viren bezeichnet man schadhafte Computerprogramme, die sich selbst verbreiten und über infizierte Rechner reproduzieren. Viren können erheblichen Schaden auf infizierten Computern anrichten und die Sicherheit gefährden.




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